Fehlerkultur – muss das wirklich sein? Aber ja!

der Mann mit Hoody hat einen Fehler gemacht

Menschen machen Fehler. Wer viel Neues macht, macht viele Fehler Diese Weisheit ist so alt wie die Menschheit. Trotzdem ist in vielen Unternehmen die Angst vor Fehlern weit verbreitet. Fehler zu machen und womöglich auch noch zuzugeben ist tabu! Warum uns diese Haltung nicht weiterbringt und wie wir das schleunigst ablegen, berichte ich in meinem Video-Blog.

 

 

Mut zu Fehlern bedeutet Mut zu Innovation

Wir müssen uns trauen, Fehler zu machen. Denn nur dann haben wir auch den Mut, weiterzudenken, gewagte Ideen zu haben und bisher Unbekanntes zu entdecken. Fehlt uns der Mut, dann machen wir am besten gar nichts, dann machen wir auch nichts falsch. Das ist dann wie Beamten-Mikado – wer sich zuerst bewegt, verliert. Nur findet die Evolution dann ohne uns statt.

Wenn Sie Ihr Unternehmen dagegen entwickeln möchten (oder müssen – und wer muss das nicht?), dann müssen Sie eine entsprechende Fehlerkultur im Unternehmen etablieren. Ein Umfeld, in dem man mit einer ungewöhnlichen Idee ankommen kann, ohne gleich in die Ecke gestellt zu werden. Wer sich nicht traut, sich auch mal aus dem Fenster zu lehnen, liefert höchstens „mehr desselben“, statt wirklich innovativ zu sein. Eine gesunde Fehlerkultur gibt den Freiraum, kreative Ideen nicht nur zu haben, sondern auch an ihrer Verwirklichung zu arbeiten – selbst wenn das Unterfangen riskant ist und vielleicht scheitern könnte.

 

Fehlerkultur bedeutet auch: Fehler zugeben

Nicht alle neuen Ideen sind gut. Die meisten sind, zumindest am Anfang, sogar ziemlich schlecht. Das merken Sie aber meist nicht sofort. Manchmal braucht man eine Weile und ein paar Tests um dahinter zu kommen. Dann muss man auch den Mumm haben, das zuzugeben. Eine positive Fehlerkultur im Unternehmen gibt Ihren Mitarbeitern die Sicherheit, dass sie deswegen nicht ihr Ansehen oder gar ihren Job verlieren werden. Im Gegenteil. Zeigen Sie, dass es gut ist, Fehler zuzugeben – denn nur dann kann man a) aus gemachten Fehlern etwas lernen und b) nicht mehr Zeit und Geld in ein gescheitertes Projekt stecken, als notwendig.

 

Fehler sind nicht schön – übertreiben Sie es nicht!

Über all den Fuck-up-Nights und positiver Fehlerkultur sollte man eines nicht vergessen: Fehler nerven. Vor allem, wenn sie zum falschen Zeitpunkt auftauchen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Fehler früh passieren und rechtzeitig aus der Welt geschafft werden – nur dann können Sie Ihre Energie in die guten, fehlerfreien Innovationen zu stecken. Nur mit einer realistischen Einstellung, etwas Gelassenheit und dem Mut zu Fehlern kommen Sie zu einer Unternehmenskultur, die Innovationen hervorbringt.

Oder um es mit Samuel Beckett zu sagen: Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.