Jugend ist nicht alles. Aber doch eine ganze Menge

Können Ihre Junior-Mitarbeiter, Praktikanten und Trainees Ihr Unternehmen in die digitale Zukunft führen? Klare Antwort: Nein. Auf gar keinen Fall. Das Steuer müssen andere in die Hand nehmen. (Warum, das erfahren Sie in meinem Blogartikel Wer übernimmt die Führung in der Digitalen Transformation? Jugend ist nicht genug!)
Dennoch können altgediente Mitarbeiter bis hin zur Führungsetage einiges von den jungen Kolleginnen und Kollegen lernen. Den entspannten Umgang mit neuen Medien zum Beispiel. Das Zugeben von Nichtwissen und die Bereitschaft, sich ohne Ansehen der Hierarchie Hilfe zu holen, wenn man sie braucht. Lesen Sie hier, wie Ihr Unternehmen von Ansätzen wie Reverse Mentoring und gemischten Teams profitieren kann.

 

Was sagt die Jugend zur Digitalisierung?

Was sagt die Jugend selbst zum Thema Digitalisierung?
Über die Jugend sprechen viele, über Generation Y und Z und Millennials. Doch viel besser ist es, man spricht mit ihr, denn dann kann man eine ganze Menge lernen. So macht sich die Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes Gedanken über die digitale Zukunft in der Arbeitswelt. Diese „Jugend von heute“ (schreckliches Wort, zugegeben) hat klare, pragmatische Vorstellungen davon, wie ihr Job der Zukunft aussehen soll. Vorsicht, Spoiler: Die wenigsten legen es auf ein abenteuerliches Leben als „Digitaler Nomade“ an. Stattdessen finden sich im „Positionspapier Digitalisierung“ bergeweise Ansätze zu Mitbestimmung und Flexibilisierung der Arbeit. Und eine ganze Reihe von Hinweisen auf die eklatanten Unterschiede zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

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Voneinander lernen – so klappt’s

digitaler mittelstand voneinander lernen
„Die Alteingesessenen müssen von den jungen Kolleginnen und Kollegen lernen“. Klingt ja gut, aber wie stellt man das in der Praxis an? Der Digitale Mittelstand zeigt, wie man den Wissenstransfer gewinnbringend gestaltet: Gemischte Teams, strukturierte Workshops und Wissensdatenbanken können eine Lösung sein. Von großer Wichtigkeit ist dabei ein Betriebsklima, das Misstrauen abbaut und die Kooperation zwischen Mitarbeitern fördert. Denn nur so gelingt der Austausch – die Alten lernen Experimentierfreude und Neugier von den Jungen, die Jungen erhalten im Gegenzug Praxiswissen und Know-How, das im Unternehmen nicht verloren gehen darf.

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Reverse Monitoring: Wenn der jüngste Mitarbeiter sagt, wo’s langgeht

jung lehrt alt im reverse monitoring
Brand Eins (vermutlich Deutschlands bestes Wirtschaftsmagazin) berichtet was passiert, wenn Jungspunde der Führungskraft erklären, wie das digitale Zeitalter funktioniert. Statt viel Geld für Coachings auszugeben halten Lehrlinge und Berufseinsteiger Workshops zur Bedienung moderner Technik. Das hat für die jungen Mitarbeiter den angenehmen Nebeneffekt, dass sie die „grauen Eminenzen“ ganz oben im Unternehmen nicht nur kennenlernen, sondern ihnen auch mal sagen dürfen, wenn sie etwas falsch gemacht haben. Hierarchien werden flacher, die Netzwerke enger.
Eins ist klar: Nicht jeder hat die Souveränität, mit dieser Entzauberung der eigenen Aura umgehen zu können. Wenn Sie es jedoch tun, machen die Gewinne und die gleichmäßigere Verteilung von Wissen im Unternehmen allen Schmerz durch angekratzte Selbstbilder mehr als wett.

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Praxisbeispiel: Generationenübergreifendes Mentoring bei Vattenfall

team beim vattenfall mentoring programm
Dieses Frühjahr startete Vattenfall ein Mentorenprogramm zwischen Junioren und Senioren. Zwar waren hier die älteren Kollegen nominell die Mentoren und die durchschnittlich 40 Jahre jüngeren Mitarbeiter die Mentees, aber möglicherweise sollte das Etikett nur Widerverstände vermeiden und sensible Egos schützen. Denn in Wirklichkeit sollen in den Workshops zu „situativem Führen“ Lerneffekte auf beiden Seiten eintreten. Die jungen Mitarbeiter präsentieren ihre unkonventionellen Ideen, Alteingesessene müssen in Fleisch und Blut übergegangene Verhaltensweisen überdenken.
So werden vertraute Sichtweisen in Frage gestellt und neue Perspektiven gewonnen. Ausreden wie „das haben wir schon immer so gemacht“ gelten nicht mehr. Im Gegenzug lernen die jungen Kollegen, wie sie Stolpersteinen im Berufsalltag aus dem Weg gehen. Sie erhalten praktische Tipps und können dem „Vorbild Mentor“ über die Schulter schauen. Win-win!

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