Nur wer wirklich wagt gewinnt: 3 Ansätze, wie positive Fehlerkultur mutiger macht

Fehlerkultur bedeutet nicht, dass man viele Fehler macht und sich dafür auf die Schulter klopft. Fehlerkultur ist der Umgang mit der Tatsache, dass Fehler wohl oder übel passieren – und enthält einen Ansatz, wie man das Beste daraus macht. Denn aus Fehlern wird man klug. Aber nur, wenn man keine Zeit mit Anklagen und Bezichtigungen verschwendet, sondern aktiv versucht, daraus zu lernen. Dann muss man jeden Fehler auch nur einmal machen und es entstehen viel Freiraum und Mut für Innovationen.

 

Warum Firmen einen „Failure Friday“ einführen sollten

Das Team am Konferenztisch

Oft ist die Angst vor dem Scheitern größer als die tatsächlichen Folgen eines schiefgegangenen Projektes. Diese Angst hemmt Manager und Angestellte also völlig unnötig und verhindert gleichzeitig wertvolle Innovationen. Markus Pfeiffer plädiert dafür, das Scheitern zu enttabuisieren indem es bewusst thematisiert wird – zum Beispiel mit einem institutionalisierten „Failure Friday“. Ein Meeting in der Woche soll Berichten übers Scheitern vorbehalten sein – die hoffentlich auch die dabei gelernten Lektionen beinhalten. Der Grundgedanke dabei: Wer gelernt hat, dass Scheitern keine Katastrophe ist, der ist eher dazu bereit, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Projekte anzupacken. Applaus!

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/markus-pfeiffer-wir-brauchen-eine-neue-fehlerkultur-a-1140407.html

Nebenbei klingt „Failure Friday“ doch viel freundlicher als die in der Startup -Szene beliebten „Fuck-Up Nights“, in denen man auf der Bühne präsentiert, was man im (Berufs-)Leben so richtig vergeigt hat.

 

Die positive Fehlerkultur: Warum sie auch für Ihr Unternehmen wichtig ist und wie Sie diese einführen!

Facepalm

Nicht alle Fehler sind gleich – das lehrt Raoul Radeke, der beruhend auf Amy Edmondsons Buch „Teaming“ gleich drei Typen von Fehlern unterscheidet:

  • Abstellbare Fehler, die durch schlechte Prozesse passieren und leicht vermieden werden können,
  • unvermeidbare Fehler, die durch die Einwirkung dritter oder fehlerhafte Technik geschehen und
  • sogenannte „intelligente Fehler“.

Letztere können sogar geplant entstehen oder in Kauf genommen werden – Versuch und Irrtum als beabsichtigtes Vorgehen. Diese Fehler sind besonders wertvoll, wenn man weiß wie man aus ihnen lernt. Dabei helfen – neben einer möglichst schnellen Behebung – die offene und umfassende Kommunikation, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, sowie Zeit und Raum für das nachhaltige Lernen.

http://selbststaendigkeit.de/news/grundertipps/positive-fehlerkultur-warum-fuer-unternehmen-wichtig-ist-wie-diese-einfuehren

 

An Open Letter To CEOs: So schaffen Sie Freiraum für Innovation

execution engine versus innovation engine

Wie bringt man den Wunsch nach fehlerfreundlicher Innovation mit der Wirklichkeit des täglichen Business-as-usual zusammen? Alexander Osterwalder (bekannt für sein Business Model Canvas) liefert in seinem offenen Brief an die CEOs dieser Welt praktischen Ratschlag, wie man genau das schafft: Er schlägt Unternehmen eine Umstrukturierung vor und die Schaffung eines „Chief Entrepreneurs“.

Während sich der CEO dann weiterhin damit beschäftigen kann, die Gegenwart möglichst fehlerfrei zu managen, erfindet der Chief Entrepreneur die Zukunft. Dabei handelt es sich aber nicht um klassische Produktentwicklung, sondern um nichts weniger als die Erschaffung zeitgemäßer Geschäftsmodelle. Im Gegensatz zum Manager ist es ihm ausdrücklich erlaubt, neue Ideen auszuprobieren, Prototypen zu testen und aus Fehlern zu lernen.

https://www.linkedin.com/pulse/open-letter-ceos-alexander-osterwalder