Wie führt ein Chef erfolgreich in die Digitalisierung? Drei lehrreiche Texte

Digitalisierung wird nur erfolgreich sein, wenn der Chef mit gutem Beispiel vorangeht. Aber ebenso wichtig ist es, bei der Wertschöpfung beim Kunden anzufangen. Denn nur er entscheidet, was ihm eine Leistung wert ist. Das kann sich schnell ändern: Nur wer die Perfektionismusfalle vermeidet schafft es, schnell genug am Puls des Kunden zu bleiben. Erfreulich dabei ist, dass das inzwischen auch kleine und mittlere Betriebe erkannt haben.
Hier drei lesenswerte Artikel.

 

#1: Wie der Mittelstand am Kunden vorbei digitalisiert

laptop symbolbild

Auch der Mittelstand hat verstanden, dass er langfristig um die Digitalisierung nicht herumkommt. Das Problem: Viele wissen nicht, wie sie damit am besten beginnen, es fehlen Konzepte, die beim Kunden erfolgreich sind.
Eine Studie der Unternehmensberatung Vivaldi Partners belegt: Viele legen ihre Priorität auf Prozesse und Optimierung, aber nicht auf einen umfassend verbesserten Kundenkontakt. Ein gravierender Fehler, den die Kunden nicht lange verzeihen. Wer hier nicht aktiv gestaltet wird in Zukunft abgehängt.
Eines zeichnet sich hier klar ab: Digitale Orientierungslosigkeit in der Chefetage. Dabei muss gerade der Chef den digitalen Ton angeben und seine Firma in die Zukunft führen.
(Was dabei immer hilft: Konstruktive Beratung und Begleitung. Oder zum Start einfach mal ein gutes Buch zum Thema Digitalisierung.)

http://app.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/hannovermesse/studie-wie-der-mittelstand-am-kunden-vorbei-digitalisiert/19606984.html

 

#2: Perfektionismus – ein Zeichen von Unsicherheit mit schwerwiegenden Folgen

Titelbild Perfektionismus mit 5 eames chairs

Ja, der Chef muss Führungsstärke beweisen und sein Team in die digitale Zukunft führen. Aber er muss auch damit zurechtkommen, dass er keine Kristallkugel hat. Die Zukunft ist nun mal ungewiss. Übertriebener Perfektionismus führt dabei zur Lähmung. Während andere Firmen mittelmäßige Produkte auf den Markt werfen und dann schnell mit den Kunden verbessern, bleiben deutsche Ingenieure gerne im Kämmerlein um das perfekte Produkt zu schaffen – das am Ende keiner mehr will.
Matthias Kolbusa stellt sehr erhellend dar, warum man aufhören sollte, sobald etwas „gut genug“ ist. Das gilt für Präsentationen genauso wie für aufwendige Analysen (deren Ergebnis man meist vorher schon ungefähr kennt) und vor allem für viel zu detaillierte Pläne. Der zusätzliche Zeit- und Energie-Aufwand, um die Lücke zwischen „okay“ und „perfekt“ zu schließen, rechtfertigt einfach nicht das Ergebnis. Stattdessen plädiert er für: Einfach mal machen! Haben Sie Mut zur Unschärfe und Unsicherheit.
Nun, dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!

https://www.linkedin.com/pulse/perfektionismus-ein-zeichen-von-unsicherheit-mit-folgen-kolbusa

 

#3: Bitkom-Studie: Das Handwerk wird digital

Handwerker an der analogen Tischkreissäge

Und noch eine Studie: Das deutsche Handwerk nutzt zunehmend digitale Technologien! Die eigene Website ist selbst für den Schreiner von nebenan mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Zum Glück hört es da inzwischen aber auch nicht auf.
Arbeitsabläufe und Bestellvorgänge werden digital gesteuert und sparen bares Geld. CRM Systeme und Online Marketing helfen bei der gezielten Kundenansprache. Und auf der Baustelle sind WhatsApp Gruppen längst eine Selbstverständlichkeit.
Dennoch ist noch lange nicht alles rosig – viele Handwerksbetriebe melden Schwierigkeiten bei der Konzeption und Umsetzung einer digitalen Strategie an und wünschen sich externe Unterstützung. Wahrscheinlich treten viele von ihnen in die Falle, die im ersten Artikel genannt wurde: Am Kunden vorbei!

https://www.techtag.de/kurzmeldungen/bitkom-studie-das-handwerk-wird-digital/